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Globale Gerechtigkeit

Verstoß gegen Menschenrechte

Konzerne verstoßen regelmäßig gegen Arbeits- und Menschenrechte – und zwar weltweit. Das hat den US-amerikanischen Soziologen Tim Bartley schon als Studenten auf die Palme gebracht. Heute ist die Regulierung der globalen Wirtschaft mit Blick auf Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen sein Forschungsschwerpunkt. Als Scholar in Residence am MPIfG in Köln trifft er nicht nur besonders motivierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern ist auch am Austausch mit den Kölner Forschern zum Thema „illegale Märkte“ interessiert.

Jeden Tag sterben nach einer Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im Durchschnitt 6.400 Menschen auf der Welt durch einen Unfall am Arbeitsplatz oder an einer berufsbedingten Krankheit. Damit kommen bei der Arbeit mehr Menschen um als durch Krieg und Terroranschläge. Weltweit profitieren Konzerne von der Ausbeutung der Arbeiter in Textilfabriken in Asien, in Kohlegruben in Afrika oder beim Bau fragwürdiger Staudammprojekte in Lateinamerika. Selbst in Europa gibt es beunruhigende Tendenzen: Werkverträge, Arbeit auf Abruf und digitale Tagelöhner zeigen, dass Arbeit auch in Deutschland immer weniger Wert ist. {…}

Vollständiger Artikel des MPIfG