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Forschungsschiff „Polarstern“ gestartet

Kölner Meteorologen an Arktis-Expedition beteiligt

Am Freitagabend, 20. September, startete die größte Arktis-Forschungsexpedition aller Zeiten, MOSAiC, zu ihrer einjährigen Überwinterung im driftenden Eis der Arktis. Insgesamt mehr als 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von 60 Forschungsinstituten aus 19 Nationen werden ein Jahr lang die Austauschprozesse zwischen Ozean, Eis und Atmosphäre untersuchen. Der Einfluss der arktischen Regionen auf unser Klima ist gewaltig und derzeit unzureichend verstanden. Mit Hilfe dieser Daten wird es möglich sein, die Klimaentwicklung in der Arktis besser zu verstehen, unsere Klimamodelle mit diesen Daten und Erkenntnissen weiterzuentwickeln und somit auch verbesserte Vorhersagen für unser Wetter und die Klimaentwicklung der Zukunft zu machen https://www.awi.de/im-fokus/mosaic-expedition.html.

Wissenschaftler des Instituts für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln nutzen diese einmalige Chance um Wolken in der Arktis detailliert zu untersuchen.

Aus den arktischen Wolken fällt nicht nur Schnee – je nach Sonnenstand und dem Anteil von Wasser und Eis in den Wolken, können sie auch als eine Art Sonnenschutz oder wärmende Decke dienen. Um nun genauer zu bestimmen, welche Effekte dominieren und welche Prozess in den Wolken stattfinden, wird der Polarflieger POLAR5 mit Fernerkundungsinstrumenten ausgestattet und sowohl im März und April als auch im kommenden August zwischen Spitzbergen und der Polarstern hin und her fliegen und die Veränderungen der Wolken untersuchen.

Im Rahmen des Sonderforschungsbereiches „Arctic Amplification“ http://www.ac3-tr.de/, der die Untersuchung der verstärkten arktischen Erwärmung koordiniert und an dem die Kölner Meteorologen maßgeblich beteiligt sind, werden so wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die uns helfen die Arktis und das weltweite Klima besser zu verstehen.

Vollständige Quelle: Uni Köln