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Finanzspritze fürs Immunsystem

Arbeitsgruppe Klinische Sport-(Neuro-)Immunologie erhält Drittmittel

Über Förderzusagen von zwei Stiftungen kann sich Dr. Dr. Philipp Zimmer aus dem Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln freuen. Aktuelle Studien der von Zimmer geleiteten Arbeitsgruppe „Klinische Sport- (Neuro-) Immunologie“ im Themenfeld Multiple Sklerose (Marga und Walter Boll-Stiftung) bzw. Leukämie (Dr. Horst Böhlke Stiftung) konnten die Drittmittelgeber überzeugen.

Die Marga und Walter Boll-Stiftung (www.bollstiftung.de) fördert über zwei Jahre mit 236.500 Euro eine Studie, die den Einfluss eines kombinierten intensiven Kraft- und Ausdauertrainings auf Menschen mit Multipler Sklerose untersucht. Neben patientenorientierten Messgrößen wie der Müdigkeit, der kognitiven Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität steht vor allem das Immunsystem im Mittelpunkt der Arbeit. Die Marga und Walter Boll-Stiftung mit Sitz in Kerpen und starker regionaler Ausrichtung fördert, neben sozialen Projekten, Wissenschaft und Forschung insbesondere in den Bereichen Technische Wissenschaften, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften, Medizin- und Gesundheitswissenschaften, Kinderheilkunde sowie Bio- und Naturwissenschaften.

Zweck der Dr. Horst Böhlke Stiftung (www.horst-boehlke.de) ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung gegen Leukämie. Fokussiert auf klassische Medizin, Pflege und Naturwissenschaften unterstützt die Stiftung die Themenbereiche Weiterentwicklung von Therapien, Verbesserung des Therapieumfeldes sowie Ablaufoptimierung bei der Behandlung. Die aktuelle Förderzusage für Zimmers Arbeitsgruppe bezieht sich auf biologische Analysen einer unlängst abgeschlossenen Interventionsstudie mit Leukämiepatienten. Der Schwerpunkt der Analysen liegt auf dem Metabolismus der Aminosäure Tryptophan, der zum einen bei Patienten pathologisch verändert ist und zum anderen durch Sport modifiziert werden kann.

Die Arbeitsgruppe Klinische Sport-(Neuro-)Immunologie beschäftigt sich im Wesentlichen mit dem Einfluss von Bewegung und Sport auf das menschliche Immunsystem und dessen Interaktion mit dem zentralen Nervensystem klinischer Populationen (v.a. Menschen mit Tumorerkrankungen und Multipler Sklerose). Hier stehen vor allem die Stimulation der körpereigenen Tumorabwehr und Entzündungsprozesse sowie der damit eng verknüpfte Tryptophanmetabolismus im Zentrum der Arbeit. Neben biologischen Faktoren werden auch immer Patienten-orientierte Messgrößen, insbesondere die kognitive Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität, sowie deren Zusammenspiel mituntersucht. Übergeordnetes Ziel der Forschung ist es, präventive und rehabilitative Bewegungsempfehlungen für Betroffene zu optimieren.

Vollständige Quelle: DSHS