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Der Captain verlässt die Raumstation

Schänzer geht in den Ruhestand

Wilhelm Schänzer ist einer der bekanntesten Antidopingforscher. Seit 1979 arbeitet er am Institut für Biochemie, beerbte dort 1995 den legendären Dopingfahnder Manfred Donike als Institutsleiter. Schänzer war seitdem verantwortlich dafür, dass sich das Kölner Labor zu einem der weltweit führenden Dopingkontrolllabore entwickelt hat. Er war an der Aufklärung prominenter Dopingfälle und an der Einführung neuer Nachweismethoden beteiligt. In diesem Sommer geht Wilhelm Schänzer in den Ruhestand.

Nach nun 38 Jahren im Dienste der Wissenschaft und der Antidopingforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln verabschieden Sie sich diesen Sommer in den Ruhestand. Sind Sie wehmütig?

Zunächst einmal werde ich den Kontakt zum Institut halten und mich weiterhin ein paar Stunden pro Woche mit den neuesten analytischen Geräten beschäftigen – eine Art ‚one day a week man‘ also. Andererseits freue ich mich darauf, die Verantwortung abgeben zu können. Das Labor nimmt teilweise mit seinen Analysen und vor allem den positiven Befunden eine exponierte Stellung ein. Man hat gelernt, mit diesem Druck, dass man sich nicht den allerkleinsten Fehler erlauben darf, umzugehen, aber es belastet schon. Während meiner Zeit hier ist die Mitarbeiterzahl von zirka 20 auf 70 gestiegen und die technische Ausstattung stark gewachsen. Die Räume sind vollgepackt mit den besten analytischen Geräten, die es gibt. Doch: Wozu braucht man viel Platz? Eine Raumstation ist das beste Beispiel, wie man auf engem Raum beste Technik unterbringen kann. Ich habe mich hier immer sehr sehr wohl gefühlt und ein tolles Team gehabt! Vielen Dank an alle! {…}

Vollständiger Artikel der Deutschen Sporthochschule Köln