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Datenethikkommission

Medizinethikerin der Uni Köln wird Co-Sprecherin

Die Datenethikkommission wird eine wichtige Rolle in der Beratung von Regierung und Parlament zu digitalen Schlüsseltechnologien einnehmen. Innerhalb eines Jahres soll sie einen ethisch-rechtlichen Rahmen für den Umgang mit Daten, Algorithmen und künstlicher Intelligenz erarbeiten.{…}

Die Datenethikkommission wird eine wichtige Rolle in der Beratung von Regierung und Parlament einnehmen, um sicherzustellen, dass Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz dem Wohle der Menschen dienen. Einfließen werden ihre Handlungsempfehlungen unter anderem in die Erarbeitung und Umsetzung der „Strategie Künstliche Intelligenz“, die die Bundesregierung Anfang Dezember auf dem Digital-Gipfel in Nürnberg vorstellen wird. Die zentralen Herausforderungen der Datenethikkommission beschreibt Woopen wie folgt: „Künstliche Intelligenz und die Verfügbarkeit einer großen Menge von Daten bieten großartige Möglichkeiten, die das Leben des Einzelnen in vielen Hinsichten bereichern und den gesellschaftlichen Wohlstand fördern können. Sie bringen aber auch tief greifende Veränderungen mit sich, die nach ethischen Maßstäben und auf der Grundlage einer intensiven gesellschaftlichen Diskussion gestaltet werden müssen. Die Datenethikkommission wird ihren Beitrag zu einer verantwortungsvollen Gestaltung der Zukunft leisten, einer Zukunft, in der die massenweise Verfügbarkeit von Daten und der Einsatz künstlicher Intelligenz sowie algorithmengesteuerter Prozesse den Alltag jedes Einzelnen und die Gesellschaft prägen werden.“

Insgesamt wurden 16 Expertinnen und Experten in die Kommission berufen, darunter sowohl renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen als auch hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Technik, Daten- und Verbraucherschutz. Die erste Sitzung findet im Beisein von Bundesministerin Dr. Katarina Barley und Bundesminister Horst Seehofer am 5. September 2018 im BMI in Berlin statt.

Professorin Dr. Christiane Woopen ist Geschäftsführende Direktorin des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) der Universität zu Köln, einem Zentrum für inter- und transdisziplinäre Forschung, Aus- und Fortbildung sowie Beratung zu gesellschaftsrelevanten Fragen im Bereich der Gesundheit, sowie Leiterin der Forschungsstelle Ethik und Prodekanin für Akademische Entwicklung und Gender an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. Seit 2017 ist sie zudem Vorsitzende des Europäischen Ethikrates (EGE: European Group on Ethics in Science and New Technologies).

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