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Asteroidenlandung

MASCOT-Kontrollzentrum in Kontakt zum Lander

Am 6. Juli 2018 um 3:15 Uhr MESZ war es so weit: Das Team im MASCOT-Kontrollzentrum am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in Köln empfing die ersten Signale des deutsch-französischen Asteroidenlanders MASCOT nach der Ankunft am Asteroiden Ryugu. Am 27. Juni 2018 hatte der Lander an Bord der japanischen Raumsonde Hayabusa2 nach einer dreieinhalb-jährigen Reise durchs All den Asteroiden erreicht. Nun überprüfen die Ingenieure und Wissenschaftler beim ersten Kontakt in diesem Jahr alle Systeme und Instrumente des Landers. “Jetzt beginnt die Zeit der intensiven Landevorbereitungen, denn bei der Landung selbst können wir nur noch begrenzt eingreifen”, sagt MASCOT-Operationsmanager Christian Krause vom DLR.

MASCOT wird bei seiner Landung auf Ryugu nur zu wenigen Zeitfenstern erreichbar sein, wobei ein Kommando zum Lander und eine Antwort zurück zur Erde mehr als 30 Minuten benötigt. Während des rund 16 Stunden lang geplanten Messbetriebs auf der Oberfläche ist MASCOT somit weitestgehend auf sich allein gestellt. Den Landeübungen und -tests am Boden kommt daher eine besondere Bedeutung zu. “Wir unterziehen alle Kommandosequenzen umfangreichen Tests mit Hilfe eines Bodenmodells von MASCOT”, erklärt Christian Krause vom DLR-Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) in Köln. “Mit dem Modell können wir beispielsweise die Systemabläufe bei Bewegung und Aufrichten erproben, ebenso testen wir die wissenschaftlichen Abläufe der Experimente an Bord.” Seit dem Start von Hayabusa2 und MASCOT am 3. Dezember 2014 haben die Forscher die Zeit genutzt, um gemeinsam mit der JAXA Landesequenzen zu erproben und Instrumentkalibrierungen mit dem Bodenmodell durchzuspielen und zu verfeinern. Dabei mussten sie noch weitestgehend ohne Informationen über den Asteroiden auskommen und Annahmen etwa zur Oberflächenbeschaffenheit und -reflektivität treffen, die sie nun anpassen und verfeinern können. {…}

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