© pixabay_jarmoluk

Anti-Doping-Arbeit

Ergebnisse zu Befragung von Kaderathlet*innen vorgestellt

In den vergangenen drei Jahren war die Arbeit des Instituts für Sportrecht der DSHS geprägt durch das Thema Doping. Im Auftrag der Nationalen Anti-Doping Agentur Deutschland (NADA) führte das Institut in dieser Zeit die erste faktenbasierte Evaluierung eines sportverbandlichen Regelwerks durch, die Evaluierung des Nationalen Anti-Doping Codes 2015 (NADC 2015).

Durch eine Befragung von Kaderathletinnen und -athleten sollten erstmals wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse dazu gewonnen werden, wie viel deutsche LeistungssportlerInnen über dieses maßgebliche Regelwerk der deutschen Anti-Doping-Arbeit wissen und ob sie ihr Verhalten an den Vorgaben des NADC 2015 ausrichten. Die NADA erhoffte sich davon eine Aussage über die Wirksamkeit ihrer Anti-Doping-Arbeit und Ansatzpunkte, um ihre Arbeit weiter zu verbessern. Das Institut für Sportrecht lieferte die juristische und die sportwissenschaftliche Expertise. Die Ergebnisse der Studie wurden nun im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Hockey-Judo-Zentrum der Deutschen Sporthochschule Köln erstmals öffentlich vorgestellt. {…}

An der Studie beteiligten sich insgesamt 627 Athletinnen und Athleten aus 43 Sportarten. In vier Teilbereichen wurden sie zu den übergeordneten Themen: Kenntnisse des NADC 2015, Dopingverhalten anderer, eigenes Dopingverhalten und zu dem Bereich Prävention und Information befragt. Zusätzlich wurde die Anzahl und die Qualität der Dopingproben der NADA in den vergangenen drei Jahren ausgewertet.

Laut Studie kennen sich die deutschen Athletinnen und Athleten durchschnittlich gut mit den Regelungen des NADC aus. Besonders markant ist, dass AthletInnen in Sportarten mit hohem vermutetem Dopingrisiko auch besonders gut über die Regelungen informiert sind. Auch ältere AthletInnen, die meist einem höheren Kader angehören, kennen sich besser mit den Regelungen des Codes aus.

Beim Dopingverhalten anderer geben 76% der AthletInnen an, davon auszugehen, dass ihre internationale Konkurrenz gedopt sein könnte. Im Hinblick auf die deutsche Konkurrenz liegt dieser Wert deutlich niedriger.

Im Bereich des eigenen Dopingverhaltens gaben drei der 627 Teilnehmenden an, verbotene Substanzen zu nehmen. Dies deckt sich mit der geringen Anzahl positiver Dopingfälle in der NADA-Statistik. Die Verantwortung in der Präventionsarbeit sehen die befragten AthletInnen vorwiegend bei den MannschaftsärztInnen und bei der NADA. {…}

Vollständige Meldung der DSHS