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Angekommen…

470km auf hölzener Laufmaschine zurückgelegt

Gestartet war der Mitarbeiter der Deutschen Sporthochschule Köln zusammen mit seinem Kollegen Dr. Achim Schmidt am 11. März in Mannheim. Gemeinsam wollten sie entlang alter Postrouten die Strecke Mannheim – Paris komplett auf den original gebauten Laufmaschinen zurücklegen. Sie folgten damit einer historischen Vorlage, denn im März 1818 wurden erstmals Laufmaschine oder Draisinen nach Frankreich gebracht. Mit der Fahrt wollten Hülsemann und Schmidt testen, ob eine Bewältigung der Strecke per Laufmaschine überhaupt möglich gewesen sein kann.

Sie verzichteten auf moderne Sport- und Outdoorbekleidung und legten einen großen Teil der Strecke auf Feld- und Waldwegen zurück. Täglich wurden zwischen 16 und 60 km zurückgelegt, die Sportwissenschaftler waren bis zu zehn Stunden auf ihren Laufmaschinen unterwegs.

Die geplanten 700 km über Straßburg und Nancy nach Paris konnten Hülsemann und Schmidt nicht komplett absolvieren. Das Fahren auf den ungefederten Laufmaschinen mit Eisenbereifung führte zu erheblichen Sitzbeschwerden und die teilweise schlechten Wegbedingungen bremsten die Wissenschaftler. Nach der Hälfte der Strecke, teilweise bei Schnee und Regen und Temperaturen um den Gefrierpunkt, musste Achim Schmidt die Fahrt krankheitsbedingt abbrechen. Am 25. März erreichte Frank Hülsemann den Jardin de Luxembourg in Paris nach 14 Tagen auf der Laufmaschine.

Erstes Fazit des Projektes ist, dass die Drais‘sche Konstruktion den Belastungen der Reise standgehalten hat, augenscheinlich besser als die Fahrer. Zudem ist davon auszugehen, dass eine solche Reise per Laufmaschine vor 200 Jahren auf Grund der damaligen schlechten Wegverhältnisse als unrealistisch angesehen werden kann. Das Fahren auf diesen ersten Laufmaschinen soll jetzt an der Deutschen Sporthochschule Köln weiter sportwissenschaftlich untersucht werden.

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