© UzK

Achille Mbembe in Köln

Fünf Veranstaltungen zum Thema Deglobalisierung

Dieses Jahr findet ein erweitertes Veranstaltungsprogramm der Albertus-Magnus-Professur in verschiedenen Formaten an unterschiedlichen Orten in Köln statt: der führende Historiker und Politikwissenschaftler Achille Mbembe wird zwei öffentliche Vorlesungen und ein Graduiertenseminar an der Universität halten. Darüber hinaus wird er im Rautenstrauch-Joest-Museum an einem Museumsgespräch zu Fragen der Zivilisationsschuld und der Restitution von Kulturgütern teilnehmen. Zum Abschluss seines Köln-Besuchs wird Mbembe beim africologneFESTIVAL mit Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen afrikanischen Ländern sowie Theatermachern aus Deutschland diskutieren.

Termine:
Montag, 17. Juni 2019, um 19:30 Uhr
„Achille Mbembe: Bodies and Borders“ (1. Vorlesung)
Aula der Universität zu Köln, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Dienstag, 18. Juni 2019, um 19 Uhr
„Achille Mbembe: Memory and Restitution“ (Museumsgespräch)
Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln

Mittwoch, 19. Juni 2019, um 19:30 Uhr
„Achille Mbembe: Concerning the Right to Mobility“ (2. Vorlesung)
Hörsaal I, WiSo-Gebäude der Universität zu Köln, Universitätsstraße 24, 50931 Köln

Samstag, 22. Juni 2019, ab 10 Uhr
„Macht.Wechsel.Kooperationen“ (Veranstaltung im Rahmen des africologneFESTIVAL)
Depot 1 Schauspiel Köln, Carlswerk, Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln

Die Vorlesungen an der Universität sind öffentlich und finden auf Englisch statt. Bei dem Museumsgespräch ist die Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung unter www.amp.uni-koeln.de (unter Anmeldung) möglich. Zusätzlich findet am Freitag, den 21. Juni 2019, um 11:00 Uhr ein öffentliches Graduiertenseminar an der a.r.t.e.s Graduiertenschule (Aachener Straße 217, 50931 Köln) statt. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme am Seminar vorher unter www.amp.uni-koeln.de an.

Achille Mbembe wurde 1957 in Kamerun geboren. Der international führende Vertreter der postkolonialen Theorie forscht und lehrt an der University of the Witwatersrand in Johannesburg (Südafrika). Er gilt als einer der wichtigsten Denker des afrikanischen Kontinents und setzt sich mit den Implikationen der Vorstellung einer globalen, grenzenlosen Welt auseinander sowie mit den Schwierigkeiten und Potenzialen einer Dekolonialisierung des Wissens. Nur der Respekt vor der historischen Wahrheit könne das Fundament einer neuen Beziehung zwischen Europa und Afrika sein.

Nach Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wie Douglas R. Hofstadter, Georges Didi-Huberman, Judith Butler, Noam Chomsky, Bruno Latour, John Searle und Martha Nussbaum wird mit Achille Mbembe bereits zum 15. Mal eine Persönlichkeit von internationaler Geltung auf die 2005 eingerichtete Albertus-Magnus-Professur berufen. Die Professur ist nach dem mittelalterlichen Universalgelehrten Albertus Magnus benannt, der Mitte des 13. Jahrhunderts die Generalstudien des Dominikanerordens in Köln leitete und als einer der geistigen Väter der 1388 gegründeten Universität gilt.

Vollständige Quelle: Uni Köln